160 Meter hoch, 1,7 Kilometer lang und wie mit dem Lineal durch die Landschaft gezogen. Das sind die Rahmendaten einer Autobrücke, die quer durch die Spitzenlagen des deutschen Rieslings gezogen werden soll. Einige der weltweit besten Riesling-Weine wächst, wo bald Beton-Pfeiler stehen sollen.

Die ersten Bagger sind schon am rollen, trotzdem wächst der Widerstand gegen die Brücke weiter. Gestern traf sich in Berlin die internationale Wein-Szene, um mit einer Riesling-Weinprobe gegen Brückenbau zu demonstrieren. Der renommierte Hugh Johnson (Herausgeber von “Der kleine Johnson”, Weinmarktführer mit einer Auflage von 3,5 Mio) rief zum Aufstand auf, Stuart Pigott (Weinkritiker, schreibt u.a. für die FAZ) kritisiert, dass der Politik der Wein an der Mosel egal ist und Renate Künast fodert Mut, zu einem Straßenbau auch einmal Nein zu sagen. Der Moselwinzer Ernst Loosen beklagt sich, dass er im Ausland immer sofort gefragt wird: “what’s going on with that fucking brigde?”. Auch sieht man wieder: Es wird der Erhalt und Ausbau von bestehenden Straßen gepredigt, trotzdem wird das besterschlossenste Bundesland Rheinland-Pfalz mit immer weiteren Neubauten überzogen.

Und was kann man dagegen machen?

1. Die Bundestagspetition gegen den Bau der Hochmoselbrück mitzeichnen.

2. Dem Sommelier Hendrik Thoma zuschauen und seine Tipps befolgen

3. Drüber nachdenken wer die Schuld am Bau der Brücke trägt