Gestern Abend: Lebensfreude und geselliges Beisammensein bei der CDU-Landtagsfraktion mit dem Genußmittel Alkohol.

Kreative Einschwungphase für die morgige Fraktionssitzung im Vorstandsbüro:-) (getwittert von Julia Klöckner)

RLP hat sechs Weinanbaugebiete, aber nicht mehr genügend passende Weingläser ... (getwittert von Julia Klöckner)

Und da ist er auch schon. FDP, mit einem Sekt, der mehr Prozente als die FDP hat:-) “@TobiasHuch: Bin in 10min da” (getwittert von Julia Klöckner)
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende (ehemaliger Superstellvertreter, jetzt nur noch Schoßhündchen) Christian Baldauf schrub mal auf:
und
Er sprach dabei natürlich von Cannabis. Der Alkohol bleibt bei ihm ein Genußmittel.
Übrigens: Alkohol klassifiziert sich aus pharmazeutischer Sicht in die Delirantia, Sedativa und Hypnotika. Und fällt natürlich unter die Bezeichnung Droge.
Und, huch, Alkohol ist auch die schädlichste Droge in unserer Gesellschaft. Besonders die Fremdschädigung, die einfache Zugänglichkeit, der verbreitete und akzeptierte Konsum und die Abhängigkeitsrate lassen ihn schädlicher wirken als Kokain oder Crack.
Und das letzte “übrigens”:
Ich bin definitiv kein Verfechter einer prohibitiven Gesellschaft, einer Verbotsgesellschaft bei Genußmitteln wie Alkohol (trinke ich), Tabak (rauche ich), Koffein (sonst würde ich nicht leben). Als Allergiker (harte Reaktion auf Doppemoral und Verlogenheit) sehe ich eine Gesellschaft als erstrebenswert an, die weiß was sie tut, die Ehrlich ist und an die Folgen ihres Handelns denkt. Da habe ich kein Problem mit eben solchen geselligen Abenden, wie sie die CDU-Landtagsfraktion gestern Abend verbrachte. Und da habe ich auch noch weniger ein Problem damit, die Eigenbedarfsgrenze bei Cannabis auf 10 Gramm zu erhöhen. Allerdings glorifiziere ich weder den Genuß der Droge Alkohol, noch der Droge Cannabis. Höchstens den von Koffein. Aber das ist eine andere Geschichte.


28. September 2011 at 14:43
Ein nüchterner Zeitgenosse machte mich darauf aufmerksam, dass dieses Bild des parlamentarischen Geschäftsführers Hans-Josef Bracht natürlich nicht fehlen darf:
http://yfrog.com/ntqtqrj (Bei tollem rheinland-pfälzischem Wein geht es manchem gut.)
28. September 2011 at 15:48
1. Nur weil jemand Fotos veröffentlicht, darf man sie nicht zwangsweise auf anderem Wege publizieren…(ein Hoch auf unser Urheberrecht).
2. Ich gebe dir Recht, dass Alkohol eine gesellschaftlich legitimierte Droge ist. Ob der Schaden bei Cannabis, Alkohol, Kaffee oder … größer ist, wage ich nicht einzuschätzen. Die Fachwelt ist sich da aber einig, dass die Spätfolgen von Cannabiskonsum zu wenig erforscht sind. Sollte es tatsächlich so sein, dass man von der Droge Cannabis weniger schnell weg kommt und schneller auf härtere Drogen umsteigt, als das bei Alkohol der Fall ist, dann sehe ich da schon Bedarf für eine “Fürsorge” durch den Staat.
3. Ich halte das Anheben der Eigenbedarfsgrenze bei gleichzeitigem Verbot des Verkaufs für das eigentlich Verlogene an der Geschichte. Es ist verboten Cannabis zu kaufen, zu verkaufen … aber 10 Gramm zu besitzen, das wird bei “Ersttätern” unter Umständen nicht geahndet. Total logisch! Herzlichen Glückwunsch an alle Juristen, die sich das ausgedacht haben!
4. Man sollte an eine Umlage aus den Erlösen des Verkaufs von Genussmitteln für die Drogenaufklärung denken…da dürfen natürlich auch Wein und Bier nicht fehlen.
5. Ich freue mich auf die Kampagne des Wirtschaftsministeriums, die den Winzern und Bierbrauern als “Drogenbaronen” die Umschulung nahe legt
)
28. September 2011 at 16:25
Nur zu deinem ersten Punkt, über den streiten wir uns eh ohne Ergebnis.
Ich habe die Fotos nur verlinkt, was mir durchaus erlaubt ist. Gespeichert habe ich sie natürlich nicht
28. September 2011 at 16:34
Unterscheide mal zwischen Genuss und Sucht.. Alles kann eine Droge darstellen, wenn es im übertriebenen Maße konsumiert wird.. essen, fernsehen, am PC sitzen.. Ich geben dir zwar Recht, dass Wein auch eine Droge sein kann, aber setze es Bitte nicht gleich mit Cannabis und Kokain!
Außerdem gehören jetzt Twitter die Bilder und nicht dir;-)
28. September 2011 at 16:42
@Christoph:
Ich habe sehr deutlich gemacht, dass ich weder gleichsetze, skandalisiere oder verherrliche. Zusätzlich habe ich aber einige (wissenschaftlich fundierte) Quellen zitiert, die über die Schadwirkung verschiedener Drogen referieren. Mehr nicht. Unbestritten ist allerdings, dass Alkohol eine Droge ist, zumindest wenn man sich der Frage wissenschaftlich nähert. Wenn ich in der Kneipe sitze, sehe ich das durchaus anders.
Und nein, die Bilder gehören weder Twitter noch mir, sondern yfrog.com. Von dort habe ich die Bilder verlinkt. So können sowohl yfrog als auch Julia Klöckner die Bilder wieder löschen. Oder andere Bilder einfügen, die dann dort erscheinen. Wer wissen will, wie sowas funktioniert, frage bitte die Jungen Liberalen in RLP
29. September 2011 at 10:42
Die Grünen sind ganz schön spießig geworden.
Ob es die rheinland-pfälzischen Winzer freut, wenn sie diesen Artikel lesen, indem Sie ein Kulturgut, wie rheinland-pfälzischen Wein mit illegalen Drogen gleichsetzen?
Fragen Sie mal Ihre Grüne Landwirtschafts- und Weinbauministerin. Die wird Ihnen was pfeifen.
Der Artikel failt eindeutig.
Die Grünen sind ganz schön spießig geworden.
29. September 2011 at 11:04
Lieber Jens,
Das ist schon lustig. Kaum schreibt man in einem Artikel die Worte Alkohol und Droge auf, setzt man also verschiedene Dinge gleich? Sorry, dann hast du entweder nicht richtig gelesen oder nicht verstanden. Mir geht es darum, nicht aufgrund von Gefühl oder Vorurteil, sicherlich auch nicht aufgrund falscher Tatsachen. Daher habe ich ja auch geschrieben, das Alkohol durch seine Zugänglichkeit und den gesellschaftlich tolerierten, massenhaften Konsum so schädlich ist. Nicht durch seine expliziten Eigenschaften. Und bitte, wenn mir schon vorgeworfen wird, ich würde Drogen gleichsetzen, an welcher Stelle? Ich habe nichts gegen Wein, nichts gegen Bier, im Gegenteil. Mir ist hier aber Ehrlichkeit wichtig.
29. September 2011 at 11:07
Ach ja, was ich mich da noch frage: was hat das alles mit Spießertum zu tun? Verdruckstheit und kleinbürgerliche Doppelmoral hat mir eigentlich noch nie jemand vorgeworfen. Verstehe ich nicht.
30. September 2011 at 12:13
Ich stelle mir gerade vor, welche Aussagekraft ein analoges Bild einer -grünen?- Politikerrunde hätte, welche Canabis rauchend zusammen sitzt?