Seit 2001 habe ich jeden Wahlkampf der GRÜNEN in Rheinland-Pfalz in irgendeiner Form als Angestellter oder Kandidat miterlebt. Wahlkampf heißt dabei erstmal: Stress, Stress und nochmal Stress. Überstundenkonten steigen ins unermessliche (immerhin ein Konto im Plus), Nerven werden beansprucht, Essen wird junkiger, Zigaretten- und Kaffeeindustrie reich. Aber ich nehms gerne auf mich. Wird ja bald ruhiger. Nach der Wahl. Ganz bestimmt! Muss ja! War ja sonst auch immer so.

War nie so. Wurde nie wirklich ruhiger. Nur Anders. Dutzende von Dingen die im Wahlkampf einfach keine Priorität haben, ploppen auf einmal wieder ins Gedächtnis, auf den Bildschirm oder in die Post. Das Tagesgeschäft muss nebenher wieder aufgenommen werden. Und natürlich Überstunden abgebaut, Urlaub genommen und teilweise Stunden reduziert werden. Aber kein Problem, wird ja bald ruhiger.