Vor Besuchen von protestierenden Bauern geht bei Parteien oft die Angst um. Immerhin sind die Menschen vom Land für ihre direkte Herangehensweise bekannt (ich darf das sagen, bin selbst ein schlimmes Landei). Derzeit blockieren etwa 50 Milchbauern mit ihren schweren Geräten die Mainzer Bauhofstraße, welche direkt am rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministerium liegt. Mehr zu den Protesten gibts hier, Hintergrundinfos beim BDM (Bund deutscher Milchviehalter).
Nachdem eine Mitarbeiterin von Ulrike Höfken unsere Dusche in der Herrentoilette gegenüber den Milchbauern erwähnte, machten sich 20 von ihnen direkt auf den Weg zu uns. Brav der Reihe nach, duschte Einer nach dem Anderen. Als letzter noch anwesende Mitarbeiter in der Geschäftsstelle habe ich mich natürlich gleich zu den übrigen gesellt und ein wenig über die Milchpolitik gefachsimpelt (Vorteil: Landei, mal Mitarbeiter von Ulrike Höfken gewesen). Irgendwann wurde es dann hochpolitisch, da alle 20 sich ihren Frust über die Parteien entledigen wollten. Über die Parteien? Nein, eine kleine, ehemals nicht landwirtschaftlich geprägte Partei kam dabei richtig gut weg. Nicht nur, weil sie bei denen auch duschen dürfen. Höhepunkt des Abends wars dann, als der letzte noch verbliebene CDUler in ihren Reihen, vor meiner Handykamera seinen Mitgliedsausweis geschreddert hat. Unglücklich sah er nicht dabei aus.
Später gings dann noch gemeinsam an den Rhein zum grillen. Und zur Erkenntnis:
1. Mein Platt (aka Dialekt) kommt nach 2 Sätzen wieder.
2. wenn 2 Eifeler miteinander reden, versteh ich trotzdem nix.