Neun Bobby-Car (Ring-) Racer sind heute vor dem Landtag das erste Rennen der neuen Formel Bobby-Car gefahren. Trotz der sehr kurzfristigen Einladung haben sich pünktlich zum Startschuss 48 Polizisten auf der eigentlich geplanten Rennstrecke eingefunden. Daher hat die Rennleitung beschlossen, der überlegenen Staatsmacht auszuweichen und auf der 50 Meter entfernten, gegenüberliegenden Straßenseite zu starten.
Als Stargast konnten wir den Nürburgring Botschafter Boris Becker gewinnen. Dankbarerweise hat die Landesregierung die 450.000 Euro Gage schon im Vorgeld übernommen. Auf der 50 Meter langen Strecke konnte sich überraschend der Mainzer Newcomer Oliver Buschbaum mit deutlichem Vorsprung durchsetzen.
Die neun Bobby-Car (Ring-) Racer waren gezwungen das erste Rennen ihrer Serie in Mainz vor dem Landtag auszutragen. Trotz immenser finanzieller Investitionen des Steuerzahlers konnte an der ursprünglich geplanten Rennstrecke im Nürburgring Ring-Werk bis heute keine Fertigstellung erfolgen. Auch der Rücktritt des ehemaligen Bauherrn Ingolf Deubel brachte keine wirklichen Fortschritte.
Zeitgleich beriet der Landtag über die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zum Nürburgring. Dort soll unter anderem geklärt werden, wo die neun Bobby-Car (Ring-) Racer in Zukunft ihre Rennen veranstalten können.
Ich glaube, die Bobby-Car (Ring-) Racer sind eine preiswerte Alternative für die Landesregierung, um am Nürburgring endlich mal was richtig zu machen.
Gerne sind wir bereit, unsere Formel Bobby-Car in Zukunft wieder im Ring-Werk zu veranstalten.
2. September 2009 at 17:08
Schönes Rennen – hab’s live verfolgt! Das mit der Polizei ist recht einfach zu erklären: die Grünen haben schon einmal das sinnvolle Bannmeilengesetz Um den Landtag missachtet! Dies wurde damals auch beanstandet – wäre dieses Gesetz heute ein zweites Mal gebrochen worden… Was sagt man dann anderen Parteien und Gruppen? Gehört auch zur Wahrheit und nicht nur „Polizei regelt Bobbycarverkehr!“
2. September 2009 at 17:20
@ Martin Haller: Stimmt, damals verbrannten 5 Grüne Spielgeld. Eigentlich fühlte ich mich auch ein wenig geehrt, dass wir für unsere Aktion soviel polizeiliche Aufmerksamkeit bekamen. Hoffe das Niveau bleibt bei der nächsten Missachtung gleich hoch…
3. September 2009 at 01:02
Es könnte eine schöne Tradition werden , alljährlich am ersten Mittwoch des Septembers ein Bobbycar-Rennen abzuhalten – gegen Geschwindigkeitswahn und Geldverbrennung
3. September 2009 at 13:46
Haha, Grüne versuchen virale Kampagnenführung, da habt ihr Euch ja eine klevere PR-Agentur für den Wahlkampf eingekauft. Die Blogosphäre wird den Köder wohl aufnehmen aber man sowas geht nur wenn’s spontan ist. Glaubhaft können und machen es zur Zeit nur die Piraten. Die Grünen müssen verstehen, dass sie sowas nicht mehr glaubhaft bedienen können und sollten.
Und dieses Streckenverhindern zeigt eben auch eine langweilige Protestfolklore und Verhinderungspolitik. Die Wähler wollen Motorsport sehen.
3. September 2009 at 17:28
@ Karsten: Ich glaube es wurde deutlich dass es nicht gegen die jahrelangen Angebote am Ring geht, auch nicht darum eine grüne Wiese entstehen zu lassen. Aber wenn dort Millionen an Steuergeldern schlecht investiert werden, die Landesregierung mit Betrügern zusammenarbeitet und das Projekt wohl nie ohne Defizit arbeiten kann, dann ist das ein Skandal!
Und dass du glaubst wir hätten eine eigene Agentur ist interessant. Wir sind weit davon entfernt uns außerhalb von Kommunal- oder Bundestagswahlkämpfen sowas leisten zu können. Aber das kann sich ja ändern
3. September 2009 at 17:54
[...] Dazu braucht es keinen ‚ring racer’ am Nürburgring, der nicht einmal funktioniert. Hier ein supertoller feiner Blogeintrag der Altgrünen dazu [...]