Mehr Sicherheit und bessere Kontrolle sind die bekanntesten Argumente für die Überwachung der Öffentlichkeit durch Kameras. Allein in Rheinland-Pfalz sind zwischen 30.000 und 50.000 Kameras durch über 6.000 öffentliche und private Stellen eingesetzt. Sicherlich mag es sinnvolle Einsatzgebiete für Videoüberwachung geben, aber das jeder Mensch täglich von dutzenden Kameras erfasst wird, ist einfach nicht hinnehmbar.
Und was bleibt eigentlich von der Argumentation der größeren Sicherheit übrig, wenn man sich diese Studie der Londoner Polizei anschaut. So haben nur 1 von 1.000 Kameras ein Verbrechen gelöst. In einem Monat haben auch nur 8 von 269 Überfällen aufgeklärt werden können. Dabei ist London die wahrscheinlich am besten überwachte Stadt der Welt.
Die Studie zeigt: Videoüberwachung bringt nur einen geringen zusätzlichen Nutzen in der Verbrechensbekämpfung, unsere informationelle Selbstbestimmung schränkt sie aber massiv ein. Kosten/Nutzen? Mal wer ausgerechnet?
Wir brauchen wirklich eine engere gesetzliche Regelung, wo und durch wen Videoüberwachung durchgeführt werden darf.
1. März 2010 at 17:30
[...] gleicher Vehemenz ihrem neuen Leitsatz “Wir wollen keinen Big Brother” nicht auch z.B. gegen Videoüberwachung (da schimpfte schon der Landesdatenschutzbeauftragte) [...]